Dauer

5 Reisetage

Reiseleitung

Katja Jaeckel
Katja Jaeckel

Am Anfang, vor genau 50 Jahren, stand die Idee des monegassischen Landesfürsten Rainier III., die traditionelle Zirkuskunst und damit auch Zirkusfamilien aus aller Welt zu unterstützen und ihnen eine Bühne zu bieten. Und was für eine! Unter der großen Kuppel des Chapiteau werden seither Kindheitsträume wahr, steigt der Nervenkitzel, zieht die Magie die Zuschauer in ihren Bann. Längst hat sich das Festival zur Weltmeisterschaft der Artistik entwickelt und neue internationale Massstäbe gesetzt. Klassisches Repertoire, moderne Darbietungen und Manegenzauber vom Feinsten entführen uns einen ganzen langen Abend in die schöne Welt der Träume und Emotionen.

Leistungen

  • Flug von Zürich nach Nizza und zurück
  • 4 Übernachtungen mit Frühstück in gehobener Hotelklasse
  • 4 Abend- bzw. Mittagessen
  • 1 Ticket für die Zirkus-Vorstellung in bester Kategorie
  • Eintritte und Führungen lt. Programm
  • Reiseliteratur
  • Mindestteilnehmerzahl: 12 / maximal 20

Preis pro Person im Doppelzimmer:
CHF 2170

Preis pro Person im Einzelzimmer:
CHF 2520

Reiserücktritts-Versicherung (fakultativ):
ab CHF 103

Was für ein Jahresauftakt! 2024 jährt sich die Gründung des berühmtesten Zirkus-Festivals der Welt durch Fürst Rainier III. von Monaco zum 50. Mal. Wir haben Karten der besten Kategorie für Sie reserviert und sind gespannt, wenn es heisst: Manege frei für die diesjährigen Gewinner in Monte Carlo! Zu den Künsten der Akrobaten, Clowns und Jongleure gesellt sich auf dieser Reise die Kunst der klassischen Moderne: Das Licht der Côte d’Azur hat viele Maler magisch angezogen, und für einige wie Marc Chagall oder Henri Matisse wurde die Französische Riviera eine neue Heimat. Nach Paris ist die Côte d’Azur heute die reichste Kunstlandschaft Frankreichs. Standort unserer Reise ist Nizza, seit Juli 2021 als "Winterurlaubsstadt an der Riviera" Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Von der Zeit, als Nizza zum idealen Winterdomizil wurde - zunächst der Engländer und später des europäischen Hochadels - zeugen prachtvolle Villen und pompöse Hotelbauten aus der Belle-Époque.

1. Tag (Mo): Reise an die azurblaue Küste

Am Mittag Flug von Zürich nach Nizza und Transfer zum direkt an der Promenade des Anglais gelegenen Hotel. Ein erster Spaziergang führt entlang der weltberühmten, eleganten, palmengesäumten Strandpromenade, dem Markt der Eitelkeiten, den sich Müssiggänger, Jogger und Vierbeiner teilen. "Es gibt ein italienisches Nizza und ein englisches", bestimmte Alexandre Dumas. Der Schriftsteller wäre gar nicht auf die Idee gekommen, die Stadt könnte französisch sein. Das wurde die Geburtsstadt Garibaldis auch erst 1880 durch ein Plebiszit. In der Folge profitierte Nizza nachhaltig vom Anschluss an Frankreich, wovon unzählige opulente Belle-Époque-Bauten zeugen – zu denen auch unser Hotel gehört. Vom Schlossberg aus schweift unser Blick über die Engelsbucht, in der das Wasser in allen Nuancen von Blau changiert: Willkommen an der Côte d’Azur! Gemeinsames Abendessen.

2. Tag (Di): Klassische Moderne in Antibes und Vence

Schon die alten Griechen schätzten die Lage von Antipolis. Handel wird noch immer getrieben in Antibes – vor allem auf dem provenzalischen Markt, der mit einer Fülle an Köstlichkeiten aufwartet, z.B. basilikumgrünes Pistou, olivenschwarze Tapenade und mentongelbe Zitronen. Als Picasso im Sommer 1946 auf der Durchreise hier Station machte, bot ihm der Leiter des kleinen Museums für Stadtgeschichte ein bescheidenes Atelier in der Grimaldi-Burg an. Nach zwei Monaten hinterliess der Künstler der Stadt so viele Bilder, Zeichnungen und Keramiken, dass diese der Grundstock für das Picasso-Museum wurden. Noch mehr Kunst erleben wir im Hinterland: Zum Schönsten an der Côte d’Azur gehört die vom Kunsthändlerehepaar Marguerite und Aimé Maeght gestiftete, aus hellem Beton und rotem Backstein inmitten eines mediterranen Skulpturenparks gelegene Fondation Maeght, an deren Konzeption zahlreiche Künstlerfreunde wie Miró, Chagall, Giacometti, Braque oder Léger beteiligt waren. Für die Nonnen eines Dominikanerordens schuf Henri Matisse die schlichte Rosenkranzkapelle in Vence, die er persönlich als sein Meisterwerk betrachtete. Auf dem Rückweg nach Nizza machen wir einen kurzen Abstecher ins nahgelegene Künstlerdorf St.-Paul-de-Vence. Gemeinsames Abendessen.

3. Tag (Mi): Musée Chagall und Fürstentum Monaco

1973 wurde das erste nationale Museum Frankreichs für das Werk eines lebenden Künstlers eingerichtet, und Marc Chagall platzierte darin höchstpersönlich seinen Zyklus der biblischen Botschaft mit Gemälden über die Genesis, den Exodus und das Hohelied. Nach der Besichtigung der mittlerweile um viele weitere Gemälde angewachsenen Kollektion fahren wir auf der berühmten Corniche nach Monaco, in den zweitkleinsten Staat der Welt: Immobilienspekulation, Grimaldi-Glamour auf dem Rocher, schnelle Autos, sündhaft teure Boutiquen und ein Hauch von Gestern rund um das Casino und der von Charles Garnier erbauten Opéra de Monte Carlo. Monaco steckt voller Geschichte und Geschichten, über die wir noch beim gemeinsamen Abendessen in Nizza staunen.

4. Tag (Do): Kunst auf Papier, der Leinwand und auf dem Trapez

„Hätte ich weiter im Norden gemalt, würde meine Malerei ganz anders aussehen, gäbe es Nebel und Grautöne“. Ein Glück, dass Matisse nach Nizza kam – und blieb. Das heitere Mittelmeer-Ambiente wird zum Grundthema seines künstlerischen Schaffens, wovon wir uns im Musée Matisse überzeugen können. Nach dem gemeinsamen Mittagessen können Sie sich ausruhen, bevor wir erneut nach Monaco aufbrechen. Das Festival in Monte Carlo steht für allerhöchste Zirkuskunst der weltbesten Artisten. Seit 2005 ist Prinzessin Stéphanie von Monaco Präsidentin des Festivals und massgeblich an Konzeption und Organisation der Shows beteiligt. Spannung und Unterhaltung sind einen langen Abend im 2000qm großen, direkt am Meer gelegenen Zirkuszelt des Chapiteau im jüngsten (aufgeschütteten) Stadtteil des Fürstentums garantiert.

5. Tag (Fr): Au revoir!

Bis zur Rückfahrt bleibt Zeit zur freien Verfügung für einen Bummel über den Blumenmarkt am Cours Saleya oder einen Café am Yachthafen von Nizza im milden Winterklima. Dann müssen wir uns von der Côte d’Azur verabschieden. Fahrt zum Flughafen und Rückflug nach Zürich.